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SPT (Standard Penetration Test) in Osnabrück: Bodenaufschluss nach DIN EN ISO 22476-3

Gemeinsam lösen wir die Herausforderungen von morgen.

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Ein Neubau im Bereich der Pagenstecherstraße, wo der Untergrund aus verwittertem Osnabrücker Schilfsandstein besteht, stellt Bauherren vor besondere Fragen. Die Tragfähigkeit variiert hier stark, je nachdem ob Sie auf dem Festgestein stehen oder die Verwitterungsschicht mächtiger wird. Genau hier setzt die SPT-Bohrung an: Der Standard Penetration Test liefert Punkt für Punkt die Lagerungsdichte und hilft, wirtschaftliche Gründungen zu dimensionieren. Wir setzen das Verfahren seit Jahren im Osnabrücker Raum ein, oft in Kombination mit einem CPT-Versuch wenn in den Auen der Hase weiche Sedimente anstehen. Für die oberflächennahe Erkundung der quartären Deckschichten ergänzen wir den SPT mit Schürfgruben, die einen direkten Einblick in den Schichtaufbau geben.

Die Schlagzahl N30 aus dem SPT korreliert direkt mit der Lagerungsdichte – ein einziger Kennwert, der über Gründungstiefe und Setzungsprognose entscheidet.

Unser Ansatz

Seit der Eingemeindungswelle der 1970er Jahre wächst Osnabrück stetig nach außen – die Umwandlung alter Hofstellen in Bauland bringt oft heterogene Auffüllungen mit sich. Der SPT ist bei diesen Bedingungen ein robuster Indikator: Mit der schweren Rammsonde nach DIN EN ISO 22476-3 messen wir die Schlagzahl N30, um daraus die bezogene Lagerungsdichte abzuleiten. Das Verfahren ist besonders in den sandigen Böden des Quartärs aussagekräftig, die den Osnabrücker Talkessel prägen. Unser Prüflabor ist nach DIN EN ISO/IEC 17025 für geotechnische Feldversuche akkreditiert, was eine normkonforme Ausführung und Auswertung garantiert. Bei bindigen Böden kombinieren wir die SPT-Bohrung mit der Korngrößenanalyse und den Atterberg-Grenzen, um ein vollständiges Bild der Bodeneigenschaften zu erhalten.
SPT (Standard Penetration Test) in Osnabrück: Bodenaufschluss nach DIN EN ISO 22476-3
Technisches Referenzbild — Osnabrück

Lokaler geotechnischer Kontext

Osnabrück liegt auf 63 m ü. NHN im Talkessel, umgeben von Höhenzügen des Teutoburger Waldes. Die quartären Talfüllungen aus Sanden und Auelehmen erreichen lokal über 15 Meter Mächtigkeit. Wer hier auf Sondierungen verzichtet, riskiert ungleichmäßige Setzungen, die Risse in Mauerwerk und Bodenplatten verursachen. Ein SPT pro Baukörper ist das Minimum, das auch die ergänzende technische Vertragsbedingung für Erdarbeiten im Straßenbau einfordert. Gerade in den Baugebieten auf ehemaligen Ackerflächen bei Eversburg oder Hellern haben wir immer wieder stark wechselnde Schichtenfolgen angetroffen, die ohne den SPT als Tiefenprofil unentdeckt blieben. Die Stadt Osnabrück fordert in ihren Bauordnungen einen qualifizierten Baugrundnachweis, und der SPT liefert belastbare Kennwerte für den Standsicherheitsnachweis nach Eurocode 7 (DIN EN 1997-2).

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Referenzparameter

ParameterTypischer Wert
NormDIN EN ISO 22476-3:2012
Rammgewicht63,5 kg
Fallhöhe760 mm
GestängeAW oder NW
EindringwiderstandN30 (Schläge pro 30 cm)
BodenartenSand, Kies, verwitterter Fels
KorrelationLagerungsdichte, Reibungswinkel, Steifemodul
Bohrdurchmesser100–200 mm je nach Tiefe

Zugehörige Fachleistungen

01

Rammsondierung DPH

Schwere Rammsondierung zur Ermittlung des Eindringwiderstands in rolligen Böden, ideal als Ergänzung zum SPT in Osnabrücks Sandböden.

02

Bohrkernentnahme

Entnahme von gestörten und ungestörten Bodenproben für das bautechnische Labor, durchgeführt mit dem Bohrgerät direkt am SPT-Ansatzpunkt.

03

Baugrundgutachten

Erstellung des vollständigen Geotechnischen Berichts nach DIN 4020 mit allen SPT-Ergebnissen, Schichtenprofilen und Gründungsempfehlungen.

04

Setzungs- und Grundbruchberechnung

Numerische Auswertung der SPT-Daten zur Prognose von Setzungen und zum Nachweis der Grundbruchsicherheit für Einzel- und Streifenfundamente.

Referenznormen

DIN EN ISO 22476-3:2012 – Standard Penetration Test, DIN EN 1997-2 (Eurocode 7) – Erkundung und Untersuchung des Baugrunds, DIN 4020 – Geotechnische Untersuchungen für bautechnische Zwecke, DIN EN ISO/IEC 17025 – Prüflaborakkreditierung

Fragen und Antworten

Was kostet eine SPT-Bohrung in Osnabrück?

Für eine Standard-SPT-Bohrung bis 10 Meter Tiefe in Osnabrück bewegen sich die Kosten je nach Zugänglichkeit und Bodenverhältnissen zwischen €480 und €760. Der Preis umfasst die Bohrung, das Rammprotokoll und die Auswertung der Schlagzahlen.

Wie tief muss eine SPT-Bohrung in Osnabrück reichen?

Die Tiefe richtet sich nach der Gründungsart und dem Baugrund. Im Osnabrücker Talkessel bohren wir meist bis 8–12 Meter, um die quartären Sande vollständig zu durchörtern und die Verwitterungszone des Grundgebirges zu erreichen. Bei schweren Bauwerken kann eine Tiefe von 15 Metern und mehr erforderlich sein.

Was ist der Unterschied zwischen SPT und Rammsondierung?

Der SPT wird im Bohrloch ausgeführt und misst die Schlagzahl N30 an der Sondenspitze, während die Rammsondierung DPH von der Geländeoberkante aus rammt. Der SPT liefert zusätzlich Bodenproben und erlaubt eine genauere Schichtansprache, die Rammsondierung ist schneller und günstiger, aber weniger aussagekräftig bei Steinen.

Wann benötige ich einen SPT für mein Bauvorhaben?

Immer dann, wenn die Baugrundverordnung oder das Baugrundamt Osnabrück einen rechnerischen Nachweis der Tragfähigkeit und Gebrauchstauglichkeit fordert. Das betrifft praktisch jeden Neubau, jede größere Anbaumaßnahme und alle Bauvorhaben in Risikozonen wie Auen oder Hangkanten am Teutoburger Wald.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Osnabrück und Umgebung.

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