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Bemessung flexibler Fahrbahnen in Osnabrück: Tragfähig planen vom Unterbau bis zur Deckschicht

Gemeinsam lösen wir die Herausforderungen von morgen.

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In Osnabrück zeigt sich bei vielen Projekten, dass die Tragfähigkeit einer flexiblen Fahrbahn nicht in der Asphaltdecke entschieden wird, sondern in den ersten 60 Zentimetern unter dem Planum. Wir sehen oft, dass genau hier die Unsicherheit sitzt – besonders wenn der Baugrund zwischen dem Sand des Teutoburger Waldes und den tonigen Mergeln des Osnabrücker Hügellands wechselt. Eine solide Bemessung flexibler Fahrbahnen beginnt für uns deshalb immer mit einer klaren Diagnose der anstehenden Bodenschichten, bevor überhaupt ein Tragschichtkorn bestellt wird. Dafür setzen wir in Osnabrück auf eine Kombination aus direkten Aufschlüssen und zerstörungsfreien Verfahren: eine Sondierung mit Schürfgruben liefert uns die ungestörte Bodenansprache, während der Plattendruckversuch auf dem Planum den entscheidenden Verformungsmodul Ev2 liefert.

Eine flexible Fahrbahn darf sich verformen – aber kontrolliert. Der Feind ist nicht die Belastung, sondern der unerkannt weiche Punkt im Untergrund.

Unser Ansatz

Ein typischer Fehler, den wir bei der Bemessung flexibler Fahrbahnen in Osnabrück immer wieder sehen: Es wird mit pauschalen Bettungsmoduln gerechnet, obwohl direkt unter dem Planum eine dünne, aber hochplastische Tonlinse liegt. Die Asphaltdecke hält dann vielleicht drei Winter, bevor die ersten Längsrisse durchschlagen. Wir arbeiten deshalb schichtgenau. Das heißt, wir ermitteln für jeden Horizont den CBR-Wert und den Verdichtungsgrad, und legen erst dann den mehrschichtigen Aufbau nach den RStO-Tafeln fest. Gerade bei Logistikflächen am Osnabrücker Hafen oder bei Erschließungsstraßen in Hanglage reicht die Standardbelastungsklasse oft nicht aus – wir rechnen dann mit realen Achslastkollektiven und passen die Dicken von Asphalttrag-, Binder- und Deckschicht entsprechend an.
Bemessung flexibler Fahrbahnen in Osnabrück: Tragfähig planen vom Unterbau bis zur Deckschicht
Technisches Referenzbild — Osnabrück

Lokaler geotechnischer Kontext

Osnabrück mit seinen rund 165.000 Einwohnern liegt in einer geologisch spannenden Übergangszone, in der Lösslehmdecken auf Tonsteinverwitterung treffen – ein Boden, der bei Wasserzutritt schnell an Tragfähigkeit verliert. Das unterschätzen manche Planer, und genau dann wird eine nach RStO 12 bemessene flexible Fahrbahn binnen weniger Frost-Tau-Wechsel zur Wellblechpiste. Das größte Risiko ist nicht der Verkehr, sondern das Wasser im Unterbau. Ohne eine realistische Einschätzung der Wasserdurchlässigkeit und der Frostempfindlichkeitsklasse des anstehenden Bodens hilft die schönste rechnerische Dimensionierung nichts. Im Osnabrücker Raum kombinieren wir die Bemessung flexibler Fahrbahnen daher mit einer Korngrößenanalyse und der Bestimmung der Atterberg-Grenzen, um die Frostsicherheit des Unterbaus gemäß ZTV E-StB sicherzustellen.

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Referenzparameter

ParameterTypischer Wert
Ermittlung Belastungsklasse (Bk)Bk0,3 bis Bk100 nach RStO 12
Verformungsmodul PlanumEv2 ≥ 45 MN/m² (Standard), Ev2 ≥ 120 MN/m² (erhöht)
Verdichtungsgrad DPr≥ 100 % (Oberbau), ≥ 97 % (Unterbau/Untergrund)
FrostempfindlichkeitsklasseF1 bis F3 gemäß ZTV E-StB 17
CBR-Wert Untergrund≥ 5 % (bei geringeren Werten: Bodenverfestigung)
Schichtdicken AsphaltTragschicht 8-14 cm, Binder 4-8 cm, Deckschicht 2,5-4 cm
PrüfverfahrenDIN EN 13286-2, DIN 18196, TP BF-StB Teil B 8.3

Zugehörige Fachleistungen

01

Dimensionierung nach RStO und rechnerischer Nachweis

Wir legen die Belastungsklasse fest, wählen den passenden Oberbautyp aus den RStO-Tafeln und führen bei Bedarf einen rechnerischen Nachweis nach den RDO Asphalt 09. So entsteht ein wirtschaftlicher, auf die Osnabrücker Bodenverhältnisse abgestimmter Fahrbahnaufbau.

02

Qualitätssicherung und Eigenüberwachung

Während der Bauausführung prüfen wir den Verdichtungsgrad und die Ebenflächigkeit der einzelnen Lagen mit Plattendruckversuchen und Rammsondierungen. Das schafft dokumentierte Sicherheit für die Abnahme durch den Baulastträger.

Referenznormen

RStO 12 – Richtlinien für die Standardisierung des Oberbaus von Verkehrsflächen, ZTV E-StB 17 – Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen für Erdarbeiten im Straßenbau, DIN EN 13286-2 – Ungebundene und hydraulisch gebundene Gemische – Teil 2: Laborverfahren, Eurocode 7 (DIN EN 1997-2:2010-10) – Geotechnische Erkundung und Untersuchung

Fragen und Antworten

Was kostet eine Bemessung flexibler Fahrbahnen in Osnabrück ungefähr?

Das hängt vom Umfang der notwendigen Baugrunderkundung ab. Für ein typisches Projekt mit Felduntersuchungen und rechnerischer Dimensionierung bewegen sich die Kosten zwischen €1.740 und €5.130. Wir erstellen Ihnen gerne ein konkretes Angebot nach einer kurzen Projektsichtung.

Ab wann brauche ich einen rechnerischen Nachweis für die flexible Fahrbahn?

Immer dann, wenn Sie von den Standardtagen der RStO abweichen oder eine hohe Belastungsklasse (ab Bk32) vorliegt. Auch bei stark wechselndem Untergrund, wie im Osnabrücker Hügelland, empfehlen wir den rechnerischen Nachweis, um die Dauerhaftigkeit sicherzustellen.

Wie tief müssen Sie für die Bemessung den Boden untersuchen?

Die Erkundungstiefe richtet sich nach der geplanten Oberbaudicke und der Frostempfindlichkeit. In der Regel reichen wir bis 1,50 m unter Planum, bei ungünstigen Böden auch tiefer, um die Mächtigkeit der frostempfindlichen Schichten sicher zu erfassen.

Können Sie auch bestehende Asphaltflächen bewerten?

Ja, wir führen Zustandserfassungen und Tragfähigkeitsbewertungen an bestehenden Fahrbahnen durch. Mit Bohrkernentnahmen und Falling-Weight-Deflectometer-Messungen können wir die Restnutzungsdauer abschätzen und Verstärkungsvarianten dimensionieren.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Osnabrück und Umgebung.

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